Montag, 11 November 2019

  • Veröffentlicht: Montag, 13. Juni 2016 04:33
  • Geschrieben von Super User
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Historie

Ein Auszug unserer Geschichte

(frei zusammengefasst nach der Chronik von Wilfrid Watz, die er anlässlich des 75 Jährigen Jubiläums verfasste)
Der Ursprung der Schützenvereine geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit mussten die wehrfähigsten Männer in ihrer Stadt Wehrdienst leisten. Jeder hatte die Pflicht, regelmäßig an Schiessübungen teilzunehmen, um die Kriegsdienstbereitschaft zu trainieren. Um jeder Pflicht auch eine gute Seite abgewinnen zu können, bildeten sich die verschiedensten Brauchtümer wie zum Beispiel das Königsschiessen. Aus Gemeinderechungen aus dem 18. Jahrhundert geht hervor, dass die Solmser Grafen, seit 1742 Fürsten, eine Landmiliz unterhielten, deren Ausrüstung die Gemeinden unterhalten mussten. Die Männer der Landmiliz kamen regelmäßig ihrer Pflicht nach, das Exerzieren zu üben und Schiessübungen abzuhalten. Nicht selten wurden diese Treffen mit mehr oder weniger ausgedehnten Umtrunken beendet. Napoleon löste 1806 die Landmilizen auf. Vermutlich wurden zur Erinnerung an diese Landmilizen die Schützenvereine gegründet. 1910 führte in Bonbaden die Freude am Schiesssport 13 Männer zusammen, die unseren Verein gründeten

  • Karl Schmidt, Steiger
  • Wilhelm Bender, Schreinermeister
  • Wilhelm Zimmer
  • Wilhelm Watz, Schreinermeister
  • Hermann Reichel
  • Jakob Rübsam
  • Heinrich Hofmann, Schreiner
  • Otto Schröder
  • Heinrich Heinz
  • Ludwig Wager
  • Heinrich Mäußer
  • Rudolf Sorg
  • Karl Dorlas

Damals traf man sich Sonntags in der Schinnkaut auf dem Schiessstand um Schiessübungen abzuhalten. Damals stand eine 9mm Diopterbüchse als Trainingsgewehr zur Verfügung, mit der aus 100m Entfernung auf eine 13er Ringscheibe geschossen wurde. Schon damals errang man in auswärtigen Schiessveranstaltungen einige Erfolge. Vor dem ersten Weltkrieg wurde vor allem Sonntags mit einer 9mm Diopterbüchse auf eine 100 m entfernte Scheibe geschossen. Ein jähes Ende fand der Schützenverein durch den ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg konnte sich der Verein nicht erneut formieren, sodass 1922 das letzte Vereinsgut, das Gewehr, verkauft wurde. Erst 30 Jahre später, am 21. Juni 1952, erinnerten sich Bonbadener an die Freuden des Schiesssportes und an den ehemaligen Schützenverein und gründeten diesen neu. Die 18 (Wieder)-Gründungsmitglieder teilten sich die Kosten für das erste Luftgewehr.
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Auf dem Bild sind unsere Wiedergründer zu sehen, stehend von Links:
Fritz Eckhardt, Ernst Klumb, Wilhelm Sorg, Kurt Treutlein, Karl Heinz,
Horst Heinz, Walter Neuhaus, Karl Noll, Hans Bender, Karl Neu,
Fritz Claudy, Erwin Noll
und um die Scheibe sind Horst Uhl, Willi Auriga und Heinrich Reitz zu sehen.


Unterstützung fanden die Schützen durch die Gemeinde, die das Schiessgelände am Hainbachsberg zur Verfügung stellte. Als erste Schiessanlage diente eine alte Verladerampe und eine Zechenhütte der Mannesmann AG, die umgebaut wurden. Unser Schützenbruder Willi Bender hatte als erster das Amt des ersten Vorsitzenden inne (von 1954 bis zum Jahre 1971). 1955 wurde trat der Schützenverein in den Hessischen Schützenverband ein. Das 50jährige Jubiläum wurde 1960 groß gefeiert. Anlässlich des Jubelfestes wurde ein rundum gelungenes Schützenfest abgehalten. In den 60er Jahren gilt als besonderes Ereignis der Bau unseres Schützenhauses. 1963 begann der Bau mit der obligatorischen Grundsteinlegung. Unermüdlich wurde wochenends, Sonntage fanden da keine Ausnahme, das Schützenhaus Stück für Stück erschaffen, sodass bereit im Dezember 1963 Richtfest gefeiert werden konnte. Durch finanzielle Probleme konnte das Schützenhaus erst 1968, also 5 Jahre später, mit dem Gesellschaftsraum und dem Luftdruckstand in Betrieb genommen werden. 1970 wurden die Schiessanlagen um einen Kleinkaliberstand mit vier Bahnen erweitert. Im Rahmen des Kreisschützenfestes wurde an Pfingsten 1971 die Schießanlage eingeweiht. 1973 wurde der Anbau an den Gastraum mit Unterkellerung, Küche und Heizungsinstallation begonnen. Beim Königschiessen 1974 wurde erstmals auf einen Holzadler mit Apfel und Zepter geschossen. Die Luftdruckstände wurden im Jahr 1975 durch automatische Zuganlagen ausgebaut. Das 25 jährige Jubiläum der Wiedergründung wurde am 3. und 4. September im Rahmen des Königsschiessen und der Einweihung des Anbaus gefeiert. Erst seit 1978 schießen auch die Damen beim Königsschiessen auf einen Holzadler.