Montag, 11 November 2019

  • Veröffentlicht: Montag, 13. Juni 2016 04:37
  • Geschrieben von Super User
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Gewehrschiessen (Langwaffen)

In Deutschland kann man im Großen und Ganzen folgende Gewehrdisziplinen unterscheiden:

  • Luftgewehr
  • Kleinkalibergewehr
  • Großkalibergewehr
  • Zimmerstutzen
  • Vorderlader


In unserem Verein werden derzeit nur Luftgewehr und Kleinkalibergewehr geschossen. Bei allen Gewehrarten dient als Zieleinrichtung ein Diopter und ein Ringkorn. Im optimalen Zielbild wird "das Schwarze" gleichmäsig vom Ringkorn umschlossen.

Luftgewehr 10 m

In der Disziplin Luftgewehr (LG) wird auf eine Distanz von 10 m geschossen, der Anschlag erfolgt stehend freihändig ohne Anlehnung und künstliche Stützen. Zugelassene Waffen sind Luftdruckgewehre und CO2-Gewehre mit Kaliber 4,5 mm (.177) mit einem Gewicht von maximal 5,5 kg und einer Mündungsenergie, die 7,5 Joule nicht überschreitet. Verschossen wird handelsübliche Munition (Diabolo) im Kaliber von maximal 4,5 mm (.177). Geschossen wird auf Scheiben, deren 10er Ring ein Durchmesser von 0,5 mm hat. Die Ringe Eins bis Neun haben eine Breite von jeweils 2,5 mm. Beim Luftgewehrschiessen werden zwei Wettkampfprogramme unterschieden. Bei internationalen Wettkämpfen wird nochmals zwischen Männern und Frauen unterschieden. Männer schießen 60 Schuss und Fraun 40 Schuss. Bei den Stehendwettbewerben werden 20 Schuss in 40 Minuten oder 40 Schuss in 75 Minuten oder 60 Schuss in 105 Minuten inkl. Probeschüsse geschossen. Das Reglement der LG Stehend Wettkämpfe ist in Regel 1.10 der Sportordnung festgeschrieben. Beim Dreistellungskampf haben Schüler für 30 Schuss (10 Schuss liegend, 10 Schuss stehend, 10 Schuss kniend ) 75 Minuten und Jugendliche für 60 Schuss (20 Schuss liegend, 20 Schuss stehend, 20 Schuss kniend) 120 Minuten Zeit. Geschossen wird in den Positionen liegend, stehend und kniend. Gestattet sind im liegenden und knienden Anschlag die Verwendung eines Gewehrriemens. Ferner darf im knienden Anschlag der Spann des Fußes mit einer Kniendrolle unterlegt werden. Das Reglement des LG Dreistellungskampfes ist in Regel 1.20 der Sportordnung festgeschrieben.

Kleinkalibergewehr 50 m (Freigewehr)

Bei der Disziplin Kleinkalibergewher werden die Disziplinen "Kleinkalibergewehr 50 m (Freigewehr) Männer" und "Kleinkalibergewehr 50 m (Sportgewehr) Frauen" unterschieden.

Männer

In der Disziplin "Kleinkalibergewehr 50 m (Freigewehr) Männer" sind Kleinkalibergewehre (Einzellader) jeder Art mit einem Kaliber von maximal 5,6 mm (.22 lfb) zulässig. Die Waffen dürfen das Gewicht von 8 kg nicht überschrieten. Schäftung und Abzug sind nicht weiter reglementiert. Eine Daumenauflage sowie eine verstellbare Kolbenklappe und eine Laufbeschwerung innerhalb des zulässigen Gesamtgewichtes sind statthaft. Verschossen werden handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber 5,6 mm (.22 lfb) auf eine Entfernung von 50 m. Der Anschlag richtet sich nach der austragenden Kampfart. Im Dreistellungskampf wird ein drittel Gesamtschußzahl im liegenden, ein weiteres drittel im stehenden und noch ein drittel im knienden Anschlag geschossen. Beim Liegendkampf werden sämtliche Schüsse im liegenden Anschlag geschossen. Geschossen wird auf Scheiben, deren 10er Ring einen Durchmesser von 10,4 mm hat. Die Ringe Eins bis Neune haben eine Breite von je 8,0 mm. Das Wettkampfprogramm im Dreistellungskampf umfasst insgesamt 120 Schuss. Hiervon werden 40 Schuss liegend in 60 Minuten, 40 Schuss stehend in 90 Minuten und 40 Schuss kniend in 75 Minuten inkl. Probeschüsse geschossen. Bei elektronischen Schießanlagen vermindert isch die Schiesszeit auf 40 Schuss liegend in 45 Minuten, 40 Schuss stehend in 75 Minuten und 40 Schuss kniend in 60 Minuten inkl. Probeschüsse. Gestattet sind im liegenden und knienden Anschlag die Verwendung eines Gewehrriemens. Ferner darf im knienden Anschlag der Spann des Fußes mit einer Kniendrolle unterlegt werden. In der Sportordnung ist diese Disziplin in Regel 1.80 zu finden. Bei Wettkämpfen im Liegendkampf müssen 60 Schuss in einer Gesamtschießzeit von 90 Minuten inkl. Probeschüsse geschossen werden. Bei elektronischen Schießanlagen verringern sich die Zeit auf 75 Minuten inkl. Probeschüsse. Der KK Liegendkampf ist der Regel 1.80 der Sportordnung zu entnehmen.

Frauen

In der Disziplin "Kleinkalibergewehr 50 m (Sportgewehr) Frauen" sind Kleinkalibergewehre (Einzellader) jeder Art mit einem Kaliber von maximal 5,6 mm (.22 lfb) zulässig. Die Waffen dürfen das Gewicht von 6,5 kg nicht überschrieten. Schäftung und Abzug sind nicht weiter reglementiert. Eine Daumenauflage sowie eine verstellbare Kolbenklappe und eine Laufbeschwerung innerhalb des zulässigen Gesamtgewichtes sind statthaft. Verschossen werden handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber 5,6 mm (.22 lfb) auf eine Entfernung von 50 m. Der Anschlag richtet sich nach der austragenden Kampfart. Im Dreistellungskampf wird ein drittel Gesamtschußzahl im liegenden, ein weiteres drittel im stehenden und noch ein drittel im knienden Anschlag geschossen. Beim Liegendkampf werden sämtliche Schüsse im liegenden Anschlag geschossen. Geschossen wird auf Scheiben, deren 10er Ring einen Durchmesser von 10,4 mm hat. Die Ringe Eins bis Neune haben eine Breite von je 8,0 mm. Das Wettkampfprogramm im Dreistellungskampf umfasst insgesamt 60 Schuss. Hiervon werden 20 Schuss liegend in 40 Minuten, 20 Schuss stehend in 40 Minuten und 20 Schuss kniend in 40 Minuten inkl. Probeschüsse geschossen. Bei elektronischen Schießanlagen vermindert sich die Schiesszeit auf 135 Minuten inkl. Probeschüsse. Gestattet sind im liegenden und knienden Anschlag die Verwendung eines Gewehrriemens. Ferner darf im knienden Anschlag der Spann des Fußes mit einer Kniendrolle unterlegt werden. In der Sportordnung ist diese Disziplin in Regel 1.80 zu finden. Bei Wettkämpfen im Liegendkampf müssen 60 Schuss in einer Gesamtschießzeit von 150 Minuten inkl. Probeschüsse geschossen werden. Bei elektronischen Schießanlagen verringern sich die Zeit auf 75 Minuten inkl. Probeschüsse. Der KK Liegendkampf ist der Regel 1.80 der Sportordnung zu entnehmen.

Großkalibergewehr

Beim Großkalibergewehr werden ebenfalls zwei Disziplinen unterschieden, "Großkalibergewehr 300 m (Freigewehr) Männer" und "Großkalibergewehr 300 m (Standardgewehr) Männer"

Großkalibergewehr 300 m (Freigewehr) Männer

In der Disziplin "Großkalibergewehr 300 m (Freigewehr) Männer" sind Großkalibergewehre bis zu einem Kaliber von 8 mm zugelassen. Geschossen wird auf eine Entfernung von 300 m. Das Gewicht der Waffe einschließlich Visiereinrichtung, Handstop und Handstütze ist auf maxiaml 8 kg limitiert. Mehrladergewehre dürfen nur als Einzellader geschossen werden Das Abzugsgewicht ist nicht reglementiert (siehe Regel 1.70 Sportordnung). Verschossen werden Zentralfeuerpatronen im Kaliber bis 8 mm auf Scheiben bei denen der 10er Ring einen Durchmesser von 100 mm hat. Die Ringe Eins bis Neun haben eine Breite von 50 mm. Im Dreistellungskampf wird je ein drittel der Gesamtschusszahl im liegenden, ein drittel im stehenden und ein drittelim knienden Anschlag geschossen. Im Liegendkampf wird die gesamte Schusszahl im liegendanschlag geschossen. Gestattet sind im liegenden und knienden Anschlag die Verwendung eines Gewehrriemens. Ferner darf im knienden Anschlag der Spann des Fußes mit einer Kniendrolle unterlegt werden. Das Wettkampfprogramm im Dreistellungskampf umfasst 120 Schuss. Davon werden 40 Schuss liegend in 75 Minuten, 40 Schuss stehend in 105 Minuten und 40 Schuss kniend in 90 Minuten inklusive der Probeschüsse geschossen. Bei elektronischen Schießanlagen verkürzen sich die Schießzeiten auf 40 Schuss liegend in 45 Minuten, 40 Schuss stehend in 75 Minuten und 40 Schuss kniend in 60 Minuten inklusive der Probeschüsse. Der Dreistellungskapft Großkalibergewehr ist in der Sportordnung in Regel 1.70 beschrieben. Beim Wettkampfprogramm im Liegendkampf werden 60 Schuss in einer Gesamtschießzeit von 105 Minuten inklusive der Probeschüsse geschossen, bei elektronischen Anlagen verkürzt sich die Zeit auf 75 Minuten inkusive Probe. Frauen schiessen den Liegendkampf mit einem Gewehr, welches maximal 6,5 kg schwer sein darf. In der Sportordnung findet man den Großkalibergewehr Liegendkampf in Regel 1.90.

Großkalibergewehr 300 m (Standardgewehr) Männer

In der Disziplin "Großkalibergewehr 300 m (Standardgewehr) Männer" sind Großkalibergewehre bis zu einem Kaliber von 8 mm und einem maximalen Gewicht von 5,5 kg (einschließlich Visiereinrichtung und Handstop) regelkonform. Der Abzugswiderstand darf 1,5 kg nicht unterschreiten. Waffen mit Stecher und/oder Rückstecher sind nicht gestattet (siehe Regel 1.50 Sportordnung). Mehrlader dürfen nur als Einzellader geschossen werden. Verschossen werden Zentralfeuerpatronen im Kaliber bis 8 mm auf Scheiben bei denen der 10er Ring einen Durchmesser von 100 mm hat. Die Ringe Eins bis Neun haben eine Breite von 50 mm. Bein Standardgewehr wird je ein drittel der Gesamtschusszahl im liegenden, ein drittel im stehenden und ein drittelim knienden Anschlag geschossen. Das Wettkampfprogramm im Dreistellungskampf umfasst eine Gesamtschußzahl von 60 Schuss, davon werden 20 Schuss liegend, 20 Schuss stehend und 20 Schuss kniend in einer Gesamtschießzeit von 150 Minuten inklusive Probe geschossen. Die Gesamtschiesdauer verringert sich auf 135 Minuten beim Schießen auf elektronischen Schießanlagen Frauen schießen das gleiche Wettkampfprogramm mit einem Freigewehr von maximal 6,5 kg Gewicht ohne Abzugsbeschränkung. Die Disziplin Großkalibergewehr (Standardgewehr) ist in der Sportordnung in Regel 1.50 zu finden.

Zimmerstutzen

In der Disziplin Zimmerstutzen wird auf 15 m Entfernung geschossen. Geschossen werden dürfen Zimmerstutzen jeder Art, mit einem maximalen Kaliber von 4,65 mm und einem maximal Gewicht von 7,5 kg. Verschossen werden Zimmerstutzenrundkugeln mit Zimmerstutzenrandzündern. Durch die Verwendung von Patronen ohne Pulverladung wird das Schießen in kleinen Räumen ermöglicht. Die eigentliche Treibladung enthält das Zündhütchen. Geschossen wird stehend freihändig auf Scheiben, deren 10er Ring einen Durchmesser von 4,5 mm aufweist. Der Ringabstand der Ringe Eins bis Neune beträgt ebenfalls 4,5 mm. In der Sportordnung ist das Schießen mit Zimmerstutzen in Regel 1.30 beschrieben.

Vorderlader

In der Disziplin Vorderlader wird auf Entfernungen von 25, 50 oder 100 m geschossen. Dem Reglement nach sind Originalwaffen sowie deren Nachbauten zugelassen, sofern sie den Regeln entsprechen. Nachbauten müssen einem zugelassenen Original entsprechen. Für die regelkonforme Ladung der Vorderlader darf nur fabrikmäßig hergestelltes Schwarzpulver verwendet werden. Die Ladung von Langwaffen darf maximal 0,25 g Schwarzpulver je mm Kaliber, die Ladung für Kurzwaffen maximal 0,1 g Schwarzpulver je mm Kaliber enthalten. Nur Weichmetallgeschosse sind zulässig.